News - Oktober 2018


22.10.2018

SVZ vom 15.10.2018

Handball-Landespokal: Hagenower SV unterlaufen bei 23:28-Niederlage gegen den HV Altentreptow zu viele leichte Fehler

 

Die Verbandsliga-Handballer des Hagenower SV sind in der ersten Runde des Landespokals ausgeschieden. In heimischer Halle unterlagen sie dem HV Altentreptow (Verbandsliga Ost) klar mit 23:28. Das hatte vor zwei Jahren an gleicher Stelle und im gleichen Wettbewerb etwas anders ausgesehen, wie sich Gäste-Trainer Stephan Maaß noch gut erinnerte: „Das war eine ganz enge Kiste – mit dem besseren Ende für uns.“ Der 24:23-Siegtreffer für Altentreptow fiel damals erst wenige Sekunden vor Schluss.

 

„Willst Du das alleine pfeifen?“, wurde Axel Berkenhagen kurz vor Spielbeginn gefragt. „Das war ursprünglich anders geplant. Aber was soll ich machen“, antwortete der Mann in Grün mit einem Schulterzucken. Der Schiedsrichter aus Crivitz hatte mit der Leitung der fair geführten Partie unter dem Strich wenig Probleme.

 

Nach einer zerfahrenen Anfangsphase konnten sich die Altentreptower auf 9:5 absetzen (19.). Auf der HSV-Bank reagierte man mit einer Auszeit und der Einwechslung der Routiniers Bastian Brink und Rico Thiel. „Ich wollte damit etwas mehr Ruhe und Ordnung in die Deckung bringen“, erklärte Joachim Tügel. Die Maßnahme des am Sonnabend als Trainer fungierenden früheren Spielmachers fruchtete allerdings nicht so richtig. Zur Pause lagen die Hagenower mit 9:15 hinten. Sie zeigten zwar gute Ansätze und auch einige schön herausgespielte Tore, leisteten sich aber auf der anderen Seite zu viele Unzulänglichkeiten.

 

Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst munter hin und her, ohne dass sich am Sechs-Tore-Abstand etwas änderte. Der HSV stellte auf eine offensivere Deckungsvariante um, bot dem Gegner aber weiterhin zu viele Räume. Ein Routinier drückte das so aus: „Die schlafen doch alle.“ Sich aufgeben war allerdings keine Option. Und als Torwart Mathias Thiel, der in der ersten Halbzeit kaum eine Hand an den Ball bekommen hatte, plötzlich eine starke Parade nach der anderen aus dem Hut zauberte und zudem mit einem Traumanspiel über das ganze Feld glänzte, schien für die Gastgeber wieder etwas möglich. Näher als auf vier Tore kam man dann aber doch nicht mehr heran. In dieser Phase agierte der Schiedsrichter etwas unglücklich, indem er den Hagenowern mehrfach den Vorteil nahm. Das brachte Alwin Tügel regelrecht auf die Palme. Der HSV-Abteilungsleiter monierte zudem eine aus seiner Sicht einseitige Verteilung von Zeitstrafen und Siebenmetern.

 

Unabhängig davon stellte aber niemand in Frage, dass der Altentreptower Sieg vollkommen verdient war. „Was mich die meisten Nerven gekostet hat, waren die vielen technischen Fehler. Uns sind ja wohl 15 bis 20 Ballverluste unterlaufen. Davon abgesehen bin ich mit dem Spiel gar nicht mal unzufrieden“, resümierte Joachim Tügel. Für sein Gegenüber Christian Maaß war mit dem Weiterkommen das gesteckte Ziel erfüllt: „Wir haben uns das Leben Mitte der zweiten Halbzeit selbst schwer gemacht. Der Bruch war sicher durch die vielen Wechsel zu erklären. Aber wenn du schon drei Stunden fährst, dann sollen auch alle spielen.“

 

Thomas Willmann

 

Hagenower SV: M. Thiel, Hahn – Brink (1), Holgersson, Schluck (6), Stattkus (5), Pötzsch, R. Thiel (1), Rinke (3), F. Schilling (5), Pätzold (1), Fietkau (1), Schomann, Höhn

 

7m: HSV (0), Altentrptow (4); Zeitstrafen: HSV (5), Altentreptow (2)

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