News - Dezember 2016


07.12.2016

Hagenow unterliegt 25:30 im Rückspiel bei der HSG Uni Rostock

 

Uni Rostock, Hagenows Gegner am vergangenen Sonnabend, war aufgrund des 28:14 Auswärtserfolges auch im Rückspiel der Favorit. Hagenow wollte ein gutes Spiel abliefern und sich möglichst mit einem Sieg für die deutliche Heimniederlage rehabilitieren.

 

Der HSV startete mit solider Deckungsarbeit und einem zunächst gut aufgelegten Christian Braun im Tor. Die anfängliche Rostocker Führung steckte das Team gut weg, ergriff selbst die Initiative und zog ein sehr bewegliches Angriffsspiel auf. Folgerichtig die 6:3 Führung (11. Minute) mit sehenswerten Toren, indem immer wieder die sich bietenden Abwehrlücken konsequent genutzt wurden.

 

Rostock sah sich schon jetzt zur Auszeit veranlasst, um die Abwehr neu auszurichten. Hagenow blieb unbeeindruckt. Vor allem Richard Rinke legte eine starke Halbzeit vor, setzte mit seinen vier Toren wichtige Akzente. So lag der HSV mit 9:6 (20. Minute) vorn. Allerdings war noch mehr drin, wären dort nicht die beiden Unparteiischen. Diese beiden solide leitenden Schiedsrichter legten ihr Augenmerk auf Sperren der Kreisspieler und das Abstehen im Torraum nach Würfen von den Außen. Vier HSV-Angriffe wurden so unterbunden.

 

Mit dem eingewechselten Niko Tügel kam nochmal neuer Schwung in die Hagenower Angriffe, der in der ersten fünf Tore-Führung zum 14:9 (27. Minute) führte. Rostock gelang es noch auf 12:15 zu verkürzen.

 

Nach Wiederbeginn änderte sich das Szenario. Uni Rostock hatte den Torhüter gewechselt. Diese Maßnahme schmeckte dem HSV nicht, denn die gleichen Chancen wie in Halbzeit eins entschärfte der Keeper mit gutem Stellungspiel. So scheiterte Hagenow unter anderem vom Kreis und vom 7m Punkt. Die Studenten kamen heran und während der ersten Hagenower Zeitstrafe zum Ausgleich 16:16 (37. Minute). Das Match sah bis zunächst beide Teams auf Augenhöhe bevor Rostock sich auf 23:20 absetzte. Der HSV steckte nicht auf, kam bei Rostocker Zeitstrafe wieder auf ein Tor heran. Tim Koch traf dreimal vom 7m Punkt, nachdem Joachim Tügel kurz vorher nicht traf. Der Ausgleichstreffer des HSV durch Niko Tügel von Rechtsaußen wurde nicht anerkannt. Auch der nächste Versuch gelang nicht. Die HSG nutzte Hagenows zweite Zeitstrafe in einem beidseitig sehr fair geführten Match mit Treffern zum 27:24 (56. Minute). Die Auszeit des HSV brachte nichts Zählbares. Rostock siegte am Ende mit 30:25, ein Ergebnis was den Spielanteilen nicht ganz entspricht.

 

Erneut konnte das Team des HSV trotz einer souveränen, unaufgeregten ersten Halbzeit und einer kämpferisch starken zweiten Hälfte keine Pluspunkte mitnehmen. Letztlich war der Torhüterwechsel der Rostocker spielentscheidend, weil Hagenow Variabilität bei den Abschlüssen vermissen ließ, um den Keeper zu überwinden. Zusätzlich offenbarten sich gegen Spielende kleinere Zuordnungsprobleme in der Defensive. Das Potential um Spiele zu gewinnen steckt zweifelsohne im Team, nur müsste endlich der Knoten platzen.

 

Aufstellung und Torschützen: Braun - J. Tügel (5), Brink (1), Pätzold, N. Tügel (4), Fietkau (2), Rinke (4), Schluck (2), M. Thiel, Koch (7)

 

Siebenmeter: 3 Rostock, 2 verwandelt - 6 Hagenow 5, verwandelt

Zeitstrafen: Rostock 6 - Hagenow 2

 

 

Alwin Tügel

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