News - November 2016


25.11.2016

SVZ vom 22.11.2016, Seite 18

Spannung kam nicht wirklich auf

Handball-Verbandsliga West: TSG Wittenburg setzt sich in der Hagenower Otto-Ibs-Halle überlegen mit 37:26 durch

 

Das Derby der Handball-Verbandsliga zwischen dem Hagenower SV und der TSG Wittenburg war diesmal eine klare Angelegenheit. Das Spiel in der Hagenower Otto-Ibs-Halle lief vor 160 Zuschauern so einseitig ab, wie es das Ergebnis vermuten lässt: Die Gäste feierten einen jederzeit ungefährdeten 37:26-Sieg und gehören damit als Tabellenvierter weiter zur Spitzengruppe der Liga. Der HSV bleibt auf dem neunten Platz „hängen“.

 

Die Verhältnisse auf dem Feld waren früh geklärt. Nach schneller Wittenburger 2:0-Führung konnte Tim Koch per Siebenmeter verkürzen. Anschließend trafen die Gäste sechsmal in Folge und zogen so auf 8:1 davon (14.). Das kam an diesem Tag schon einer Vorentscheidung gleich. Gerade in dieser Anfangsphase vermisste man im HSV-Spiel die ordnende Hand und auch die Tore des aus privaten Gründen verhinderten Spielmachers Joachim Tügel. Es wurde mehrfach unvorbereitet und dazu unpräzise abgeschlossen. Hinzu kamen Fehlabspiele und technische Unzulänglichkeiten. Von der Deckung hatte man sich sicher ebenfalls mehr Stabilität gewünscht. Betreuer René Patzner griff früh zur grünen Karte (18.). Doch die Auszeit brachte keine grundlegende Besserung. Obwohl auch bei den Gästen längst nicht alles klappte, besaßen sie unter dem Strich doch Vorteile in allen Bereichen und hatten somit relativ leichtes Spiel. Zur Freude ihrer zahlreichen Fans, die jedes Tor lautstark bejubelten. Als die Hagenower ihre bis dahin beste Phase kurz vor der Pause nutzen, um von 7:16 auf 10:16 zu verkürzen (27.), kam sofort die Anfeuerung von der Bank: „Los, kämpfen Leute, hier geht noch was.“ Der Treffer zum 10:17-Halbzeitstand gehörte aber wieder den Gästen.

 

Und die setzten nach dem Seitenwechsel weiter Akzente, hatten nach 41 Minuten erstmals ein Zehn-Tore-Polster herausgeworfen (24:14). Fehlte diesem Duell bis dahin auf Grund des einseitigen Verlaufs ein wenig „Pfeffer“, so kam richtig Stimmung in die Bude, als die Schiedsrichter auf den Plan traten. War das Duo in der ersten Halbzeit dieses ausgesprochen fair geführten Duells noch ohne Sanktionen ausgekommen, so hagelte es jetzt in kurzer Folge förmlich Zwei-Minuten-Strafen. Wohl vorrangig wegen Meckerns sahen die Unparteiischen Handlungsbedarf. Angesichts des außergewöhnlichen Kräfteverhältnisses eines Zwei (TSG) gegen Vier (HSV) ging es kurzzeitig sehr übersichtlich auf dem Feld zu. In dieser Überzahlphase kamen die Hagenower noch einmal auf 20:25 heran (46.). Mehr war für sie aber nicht drin. In „normaler“, ausgeglichener Besetzung ging der Rückstand schnell wieder auf neun Treffer hoch (21:30/51.). Beim Schlusspfiff stand dann sogar besagte Elf-Tore-Differenz zu Buche.

 

 

Thomas Willmann

 

Hagenower SV: Braun, M. Thiel – Brink (2), Pötzsch (4), R. Thiel (1), Pätzold (1), Fietkau (2), Koch (6), Rothgänger (3), Bargende (1), Rinke (1), Schluck (4), Burmeister (1).

 

TSG Wittenburg: Romberg, Wolff – Stepan (2), H. Schmidt, Heckmann (5), Erdmann (4), Koberstein (3), M. Neckel (5), Koch (1), Techam (1), Kögler (6), Ba. Greskamp (8), Stark, (1), Herbst (1).

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