News - Oktober 2016


26.10.2016

HSV-Handballer spielten couragiert im Landespokal, verpassten aber mit 23:24 in den Schlusssekunden gegen den HV Altentreptow die Überraschung

 

Der Hagenower SV hatte im Landespokal der 2.Runde Heimvorteil gegen den Spielklassen gleichen HV Altentreptow. Gegen den derzeitigen Tabellenzweiten der Verbandsliga Ost war es auf dem Papier eine schwere Aufgabe. Gespannt waren die Hagenower Fans, wie sich das Team des HSV nach den drei Heimniederlagen in der Verbandsliga nach dem Aufwärtstrend der letzten beiden Spiele aus der Affäre ziehen würde.

 

Den besseren Start erwischten die Gäste, die vom 1:1 auf 6:2 davonzogen, da Hagenow zunächst über die Außen und mit Schlagwürfen den Torhüter der Gäste nicht überwinden konnte. In der Folge steigerte sich der HSV-Angriff und war nun auch aus dem Rückraum erfolgreich. Routinier Mathias Pötzsch erzielte von Rechtsaußen zweimal den Anschluss. Mit dem 8:9 (24. Minute) war Hagenow wieder dran, doch Altentreptow hielt dagegen.

 

Das 12:9 für die Gäste war Anlass zur Auszeit von Trainer Helwig Tügel, die auch mit 11:12 (30. Minute) Wirkung zeigte. Leider ließ sich die HSV-Abwehr von der schnellen Mitte Sekunden vor dem Halbzeitpfiff nochmal überraschen. Das 11:13 aus HSV-Sicht war unnötig.

 

Zunächst aber ließ der HSV nach dem Wechsel drei Angriffe liegen, die die cleveren Gäste zur 16:11-Führung nutzten. Sollte dies die Vorentscheidung sein, war die bange Frage der Fans. Bekanntlich haben Pokalspiele ihre eigenen Gesetze. Hagenow setzte neue kämpferische Akzente in der Deckung und erarbeitet sich einige Chancen über den Kreis, die unter anderem vom aufmerksam agierenden Richard Rinke der nach toller Aufholjagd vom 15:20 (43. Minute) den umjubelten Ausgleich zum 21:21 (52. Minute) erzielte.

 

Plötzlich war das Match wieder offen und die Gäste aus Altentreptow zunächst überrascht und sichtlich etwas nervös. Als dann der eingewechselte Youngster Mathias Müller nacheinander zwei Zuspiele abfing und die Konter problemlos zum 23:21 (54. Minute) für Hagenow im Tor unterbrachte, lag eine Pokalüberraschung in der Luft. Altentreptow kam postwendend zum Anschlusstreffer.

 

Im Angriff wollte das HSV-Team weiter Akzente setzen, doch irgendwie schlichen sich technische Fehler ein. Die Gäste scheiterten zunächst mehrfach an Christian Braun im Hagenower Tor. Insgesamt gab es fünf torlose Minuten, bevor der HV wieder ausglich.

 

Die Gastgeber hatten noch 73 Sekunden Zeit zum erneuten Führungstreffer. Leider kam es zum Ballverlust und Angriff der Gäste, der nur auf Kosten einer Zeitstrafe gegen den HSV gestoppt werden konnte. Die Gäste spielten den Angriff aus und nutzten die HSV-Unterzahl 10 Sekunden vor Ultimo zum 24:23 Siegtreffer.

 

Dem HSV muss trotz der knappen Niederlage eine couragierte Leistung bescheinigen, die den Aufwärtstrend bestätigte. Der HSV zeigte eine geschlossene Teamleistung, in der sowohl die Routiniers wie Tim Koch und Mathias Pötzsch sowie die Youngster Richard Rinke und Mathias Müller Akzente setzten. Wohltuend war die unauffällige, souveräne Leistung der Schiedsrichterin Jennifer Gehls und Schiedsrichter Klaus-Peter Hopp.

 

Nach kurzer Spielpause erwartet der HSV in der Verbandsliga am 06.11.2016, Anwurf wieder 17:00 Uhr die HSG ESV Schwerin-Leezen.

 

Aufstellung und Torschützen: Braun - J. Tügel (3). R. Thiel (3), Pätzold, Fietkau (1), Rinke (3), Bargende, Koch (4), Patzner, Brink (2), Müller (2), Pötzsch (4), M. Thiel, Trainer: H. Tügel, Co-Trainer: Patzner, Betreuer: A. Tügel

 

Siebenmeter: 2 Altentreptow, 2 verwandelt - 5 Hagenow, 1 verwandelt

Zeitstrafen: Altentreptow 4 - Hagenow 3

 

Alwin Tügel 

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