News - September 2016


28.09.2016

Hagenows Verbandsligahandballer in Crivitz ohne Punktgewinn

 

Für den Hagenower SV stand die Auswärtspartie gegen SV Crivitz an, eine relativ junge Mannschaft, die im letzten Jahr zweimal klar besiegt wurde. Das Ziel konnte nur ein Sieg sein.

 

Die Anfangsviertelstunde gestaltete sich ausgeglichen, der HSV legte vor, Crivitz glich aus. Die HSV-Tore fielen vor allem aus dem Rückraum durch Tobias Schluck, der einen guten Tag erwischte und immer wieder von seinen Mitspielern in Position gebracht wurde. Hagenows Deckung zeigte erste Schwächen gegen die agilen Crivitzer im zu passiven Lückenschluss, sodass Crivitz vom Kreis zum Erfolg kam.

 

Beim Stand von 10:9 (18. Minute) für die Gastgeber bekam der HSV die erste Zeitstrafe, dem auch sogleich eine zweite folgte. Die insgesamt dreiminütige Überzahl nutzte Crivitz um sich auf 16:10 abzusetzen, weil auch die HSV-Abwehr immer einen Schritt zu spät kam, um die Angriffe zu unterbinden.

 

Mit dem Halbzeitstand von 21:14 schien eine Vorentscheidung gefallen, da der HSV auch mehrere klare Torgelegenheiten u.a. zwei Konter und zwei Siebenmeter nicht verwertete. Beim 2. Siebenmeter mit dem Pausenpfiff zeigte der Schiri dem Hagenower Werfer die Rote Karte, nachdem dieser den Torhüter am Kopf traf.

 

Deutliche Worte in der Pause verfehlten ihre Wirkung nicht. Der HSV erhöhte den Einsatz in der Deckung deutlich, sodass sofort Konterchancen entstanden, die teilweise auch zu Toren führten. Bastian Brink und Youngster Richard Rinke waren jetzt erfolgreich im Abschluss. Der Lohn, der HSV war beim 23:26 (48. Minute) wieder in Reichweite zu einem Punktgewinn. Crivitz ließ sich aber nicht nervös machen, konnte den Abstand wieder auf fünf Tore ausbauen – 31:26 (56. Minute).

 

In dieser Phase bekam der HSV-Keeper kaum eine Hand an den Ball, doch das Team steckte nicht auf und schlug zurück. 31:29 und noch zwei Minuten auf der Uhr. Erneut wurde ein schneller Angriff in 2. Welle gestartet. Spielmacher Joachim Tügel spielte den erneut freistehenden Rechtsaußen Niko Tügel an, der den Ball nach bereits fünf Treffern aber diesmal leider nicht unter Kontrolle bekam. Crivitz erkämpfte sich den Ball und erzielte per Tempogegenstoß das 32:29 zum Heimsieg.

 

Ursachen für die Niederlage sind beim HSV in der zu passiven Deckung der 1. Halbzeit, der durchwachsenen Torhüterleistung und dem Auslassen von mehreren hochprozentigen Chancen zu finden. Will man in die Erfolgsspur zurück, muss die Mannschaft unbedingt ihr Abwehrverhalten stabilisieren (nicht reagieren sondern selbst agieren).

 

Aufstellung und Torschützen: Braun - J. Tügel (4), Brink (6), R. Thiel (2), Pätzold, N. Tügel (5), Fietkau, Rinke (3), Bargende (3), Schluck (5), Rothgänger (1), Glasemann, Trainer: H. Tügel, Co-Trainer: Patzner, Betreuer: A. Tügel.

 

Siebenmeter: 6 Crivitz, 6 verwandelt - 4 Hagenow, 2 verwandelt

Zeitstrafen: Crivitz 3 - Hagenow 3

 

 

Alwin Tügel

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