News - März 2016


02.03.2016

Auswärtshürde bei der TSG Wismar für HSV-Handballer zu hoch - 16:29 Niederlage

 

Die Verbandsligahandballer des Hagenower SV mussten zum Tabellenzweiten, zur TSG Wismar reisen. Nach der völlig unnötigen Heimniederlage gegen den SV Warnemünde II gab es beim HSV viele Gespräche unter der Woche und klare Ansagen der Trainer, um die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen.

 

Motiviert, aber nicht in Bestbesetzung ging es gen Wismar. Neben dem Abwehrchef Steffen Burmeister, waren die Rückraumspieler Peter Rothgänger, Bastian Brink und Mathias Pötzsch nicht mit von der Partie, dafür debütierte der 17-jährige Nachwuchsspieler Richard Rinke. Das war der Lohn für starke Trainingsleistungen bei den Männern.

 

Bevor das Spiel richtig losging, hatte der HSV nach einer Minute bei geschlossener Abwehr schon zwei Gelbe Karten bekommen. Dies schien sich auf den eigenen Angriff mit aufkommender Unsicherheit niederzuschlagen. Bewegungsarme vorgetragene Angriffe führten zu mehreren technischen Fehlern, aus denen Wismar routiniert Nutzen zog mit Kontern. Die Gastgeber führten 6:0 nach elf Minuten, für den HSV schien sich ein Debakel anzubahnen.

 

Der erste Hagenower Siebenmeter landete durch Joachim Tügel an der Latte, das war der Weckruf für die HSV-Angreifer. Nun kam Bewegung ins HSV Spiel, die zu Aktionen am Kreis führten und zweimal mit 7m geahndet wurden, die von Tim Koch sicher verwandelt wurden. Zudem gelangen der Abwehr jetzt Ballgewinne mit Kontern, die erfolgreich abgeschlossen wurden. Hagenow arbeitete sich auf 6:9 (20. Minute) heran.

 

Debütant Richard Rinke war bis dahin voll ins HSV Spiel integriert, packte in der Deckung ordentlich zu und konnte sogar sein erstes Tor im Männergereich bejubeln, bevor er sich bei einer Abwehraktion verletzte und ausgewechselt werden musste. Als dann auch noch kurz darauf Tim Koch im Kampf um den Ball hart zu Boden ging und ebenfalls ausschied, hatte der HSV nur noch zwei etatmäßige Rückraumspieler. Das harte und bisweilen unfaire Einsteigen des gleichen TSG-Akteurs wurde leider nicht mit Zeitstrafen geahndet.

 

Wie das Team diese Rückschläge zunächst wegsteckte war bemerkenswert. Die Signale kamen vom eingewechselten Christian Braun, der einen guten Tag erwischte und neben zwei 7m mit weiteren Paraden den Favoriten ärgerte. Im Angriff kam neues Selbstbewusstsein auf und Hagenow wurde mit dem Anschlusstreffer zum 10:11 nach 28 Minuten belohnt. Das Spiel war wieder offen. Einen vergebenen Wurf von Rechtsaußen nutzten die Ostseestädter zur 13:10 Pausenführung.

 

Die Trainer fanden aufmunternde Worte für das Team und der HSV machte nach dem Wechsel stark weiter. Beim 14:15 (38. Minute) waren Ausgleich und eigene Führung möglich, doch ein Konter mit Nachwurf und ein freier Wurf von Linksaußen hielt der Wismarer Torwart. Jetzt machte sich bei den Hagenowern die dezimierte Wechselbank und das aufopferungsvolle Abwehrspiel in der Angriffskonzentration bemerkbar.

 

Erste Unsicherheiten schlichen sich ein, Ballverlust, Zeitspiel und ein vergebener 7m machten Wismar wieder stärker. Die TSG konnte ihr Spiel stabilisieren und setzte sich auf 20:14 (44. Minute) ab.

 

Die Auszeit, um Spielern eine kurze Verschnaufpause zu gönnen, bewirkte kein erneutes Aufbäumen. Ausdruck dafür waren nacheinander nicht genutzter Konter zwei 7m und ein Lattentreffer. Drei in der Schlussphase recht einseitig verhängte Zeitstrafen taten ihr Übriges. Wismar zog unbeirrt seine Kreise, führte in der 58. Minute 28:14. Die letzten HSV-Treffer waren nur noch Ergebniskosmetik beim 29:16 Endstand.

 

In Anbetracht der gesamten Umstände, vor allem mit den Verletzungen, hat sich das Team des HSV vierzig Minuten toll verkauft, solange die Kraft reichte. Der Sieg der Wismarer fiel unverdient zu hoch aus. Trotzdem sollte diese Leistung Motivation genug sein, um die letzten Spiele der Saison gut zu Ende zu bringen. Gute Besserung wünscht das Team den verletzten Spielern!

 

Aufstellung und Torschützen: Struck, Braun – Fietkau, Pätzold, N. Tügel (4), Dietze (1), M. Thiel (1), R. Thiel (4), J. Tügel (1), Schluck (2), Rinke (1), Koch (2).

 

Siebenmeter: 6 Wismar, 4 verwandelt - 8 Hagenow, 4 verwandelt

Zeitstrafen: Wismar 3 - Hagenow 5

 

 

Alwin Tügel

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