News - November 2015


11.11.2015

Der Hagenower SV unterliegt den Tabellenzweiten TSG Wismar nach großem Kampf

 

Der Hagenower SV empfing den Tabellenzweiten der Verbandsliga, die TSG Wismar, am vergangenen Sonntag in Hagenow.

 

Für die Hagenower Mannschaft war nach der deutlichen Niederlage im Derby gegen die Wittenburger vor allem Widergutmachung bei den Fans angesagt. Ein schwieriges Unterfangen, zumal es auf HSV-Seite etliche verletzungs- bzw. krankheitsbedingte Ausfälle mit Rico Thiel, Niko Tügel und Joachim Tügel gab. Es stand auch Michael Struck als Torhüter nicht zur Verfügung, sodass die Verantwortung beim Youngster Christian Braun und beim eingesprungenen Routinier Ronny Götsch lag.

 

Die Ostseestädter, immer als spielstarke Mannschaft bekannt, hatte zum Saisonauftakt einen Lauf trotz Einbau einiger junger Spieler und war der Favorit im Spiel. Der HSV wollte dem mit Engagement begegnen. Hagenow ging selbstbewusst ins Spiel und glich die Gästeführung sofort aus, um selbst in Front zu gehen. Die Abwehr agierte flexibel und sicher. Vorn wurde viel Druck gemacht und über die Außenpositionen trafen sowohl Jan Dietze und auch Spielmacher Peter Rothgänger.

 

Zwischenzeitliche Stockfehler unterbrachen den Spielfluss des HSV, die Wismar zur 5:3 Führung nutzte. Christian Braun verhinderte mit zwei tollen Paraden, einem gehaltenen Siebenmeter und einem Konter, dass die Gäste sich absetzen konnten (5:7 nach 9 Minuten).

Erst eine doppelte Unterzahl nach zwei Zeitstrafen kurz nacheinander, spielte der TSG in die Karten. Sie brachte eine 11:5 Führung (17. Minute).

 

Ins HSV Tor rückte jetzt Routinier Ronny Götsch, der auch gleich Würfe vom Kreis durch sein kluges Stellungsspiel entschärfte. Auf Seiten des HSV agierte vor allem Tim Koch in der Abwehr ganz stark und riss seine Mitspieler mit.

 

Im Angriff wurde aus dem Rückraum diesmal viel Torgefahr durch Positionswechsel erzielt.

Die Wismarer Deckung ging dagegen äußerst hart zur Sache, insbesondere ihre beiden Routiniers auf den Halbpositionen. So wurde in der 18.Minute Steffen Burmeister im Sprungwurf regelrecht gefällt, verlor die Kontrolle und landete hart auf dem Kopf. Die berechtigte und notwendige Rote Karte wegen Gesundheitsgefährdendes Foul blieb aus. Lediglich eine Zeitstrafe wurde dafür gegeben.

 

Im Angriff gelang Bastian Brink endlich der erste Treffer aus dem Rückraum, dem an diesem Tag weitere folgen sollten (insgesamt sechs). Als dann erneut ein Hagenower beim Sprungwurf durch einen Stoß in Rücklage gebracht und ebenfalls auf dem Kopf landete, sahen sich die Schiedsrichter aus Wismar und Plau gezwungen die Rote Karte gegen den Spieler der TSG zu zücken.

 

Die HSV Deckung stand in den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff sehr aufmerksam und ein Wismarer Wurf kurz vor Halbzeit landete im Hagenower Block und der folgende Konter landete zum 9:13 Halbzeitstand im Wismarer Tor.

 

Hagenows Team kehrte voll motiviert auf die Platte zurück, setzte zunächst Akzente durch Tim Koch, der zunächst die Treffer erzielte und die Mitspieler mit Anspielen in Szene setzte.

Eine starke Vorstellung. Der Lohn war das 14:16 (38. Minute) und die Gäste wurden nervös, vergaben einige Chancen.

 

Zwei weitere Zeitstrafen, deren Verteilung in einem beiderseits stark umkämpften Match, sehr einseitig gegen die Gastgeber erfolgte. So waren es genau diese Unterzahlsituationen, die die Hansestädter auf die Siegesstrasse brachten. Wismar baute die Führung auf 20:14 (45. Minute) und später auf 23:16 aus.

 

Der HSV gab nicht auf, kämpfte gegen alle Widerstände aufopferungsvoll weiter und verkürzte auf 18:23 (50. Minute). Immer noch toll angefeuert von den Fans versuchte das Team alles, doch das bisherige Spiel hatte bereits konditionelle Spuren hinterlassen. Die Spieler konnten sich nicht mehr entscheidend durchsetzen, Unkonzentriertheit schlich sich ein.

 

Vor allem in den erneuten Zeitstrafen hatte man nichts mehr entgegenzusetzen und es konnten die durch das Kombinationsspiel der Gäste entstandenen Lücken in der Deckung nicht geschlossen werden sodass Wismar sich auf 27:18 absetzte, die Vorentscheidung.

 

Die Gastgeber, die insgesamt 10 Zeitstrafen erhielten gegenüber drei von Wismar, eine davon in der 59. Minute, haderten mit ihrem Schicksal. Trotzdem muss man dem HSV Team eine sehr couragierte Leistung bescheinigen, obwohl erneut kein Punktgewinn erzielt wurde.

Wismar gewann am Ende mit 29:19.

 

Die Hagenower hoffen auf die Rückkehr ihrer ausgefallenen Stammkräfte bis zum nächsten Punktspiel in Crivitz gegen SG Crivitz-Banzkow am 21.11.2015.

 

Aufstellung und Torschützen: Götsch, Braun – Burmeister, Pötzsch (2), Patzner, Pätzold, Rothgänger (2), Bargende (1), Dietze (2), M. Thiel (1), Koch (5), Brink (6), Fietkau, Trainer: H. Tügel, Betreuer: A. Tügel.

 

Siebenmeter: 7 Wismar, 5 verwandelt - 4 Hagenow, 2 verwandelt

Zeitstrafen: Wismar 3 - Hagenow 10

 

 

Alwin Tügel

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