News - März 2015


30.03.2015

Bittere 25:26 Heimniederlage des HSV nach engagierter Leistung gegen TSG Wismar

 

Im letzten Spiel der Vorrunde in der Verbandsliga Männer hatte der Hagenower SV die TSG Wismar zu Gast, den Tabellenvierten. Die Gastgeber wollten die Revanche für die vermeidbare Auswärtsniederlage in Wismar.

 

Vom Anpfiff weg merkte man dem Hagenower Team den unbedingten Willen an, den bisherigen 7. Platz durch einen Heimsieg aus eigener Kraft zu verteidigen. Wichtig war vor allem, wie man den spiel- und wurfstarken Rückraum der Gäste in Griff bekommt.

 

Auf die 1:0 Führung der TSG antwortete der HSV mit drei Kontertoren in Folge deutlich, der Lohn 3:1. Immer wieder gelang es, der hochmotivierten flexiblen HSV- Deckung sich die Bälle zu erkämpfen und die Angriffe mit Toren abzuschließen. Nach neun Minuten 6:3 für den HSV und das Team machte weiter.

 

Das 10:6 nach 17 Minuten veranlasste die Wismarer zur Auszeit, die aber nichts am Spiel der Gäste änderte. Der HSV zog seine Kreise. Hervorzuheben waren bis dahin Bastian Brink, der mit 5 Toren innerhalb von zehn Minuten überragend agierte und Kreismittelmann Rene Patzner mit bester Saisonleistung.

 

Nach erstem vergebenen 7m übernahm Peter Rothgänger die Aufgabe erfolgreich, netzte mehrfach ein und war an vielen torgefährlichen Aktionen beteiligt. Torhüter Michael Struck hielt wieder hervorragend, sodass Hagenow mit 14:9 in die Kabine ging.

 

Den ersten 7m nach der Pause parierte der HSV- Keeper und im Gegenzug fiel das 15:9 durch den schnellen Rechtsaußen Jan Dietze. Im nächsten Angriff ein Konter im 1:1 nach abgefangenen Querpass mit unwiderstehlichem Dribbling übers ganze Feld von Peter Rothgänger, doch den Wurf von Halblinks hielt der Wismarer Keeper. Danach noch zwei weitere Gelegenheiten vom Kreis den Vorsprung auszubauen, die aber ungenutzt blieben.

 

Wismar versuchte alles, um näher heranzukommen. Auf vier Tore schmolz der Vorsprung. Über die Stationen 15:11, 17:13 hieß der Spielstand nach 45 Minuten 20:16. Der HSV erspielte sich im Angriff selbstbewusst auch weiterhin gute Torchancen.

 

Doch ab und an ließ jetzt die Konzentration und Zielgenauigkeit im Abschluss des HSV nach. Gleichermaßen steigerte sich der bis dahin eher blasse Wismarer Torhüter indem er vor Allem von den Kreispositionen mehrfach gut reagierte. Bei zwei Lattentreffern des HSV aus dem Rückraum stand dem Keeper das Glück zur Seite.

 

Auf Seiten der Gäste übernahmen nun die Routiniers mit ihrem robusten Spiel im 1:1 Verhalten die Verantwortung. Hagenows Deckung hatte Schwerstarbeit zu leisten. 22:21 nur noch in der 52. Spielminute.

 

Eine Ahnung unter den Fans machte sich breit. Sollte sich der Spielverlauf nach jeweils hervorragender 1. Halbzeit wie gegen Plau und Neukloster durch Nachlassen der Konzentration zum Ende des Spieles vor allem durch die kräftezehrende Abwehrarbeit wiederholen.

 

In den letzten Minuten kam Axel Stender, großgewachsener Rückraumhalblinker der Gäste, zu mehreren Treffern. So gelang Wismar die 23:22 Führung. Der HSV trat auch jetzt weiter als geschlossenes Team auf, indem jeder für den anderen kämpfte, erzielte den Ausgleich. Tim Koch der viel Verantwortung übernahm, gelang die erneute Führung zum 24:23 (56. Minute).

 

Wieder gelang den Gästen die Führung, im Gegenzug Ausgleich durch Rene Patzner zum 25:25. Die letzte Minute wurde zum Krimi. Zuerst zeigten die gut und unauffällig leitenden Schiris auf den 7m Punkt für Wismar. Den Wurf parierte Michael Struck, doch den zurückspringen Ball angelte sich der Schütze erneut und traf dann doch zum 26:25 für die TSG.

 

Nur noch dreißig Sekunden verblieben dem HSV, um wenigstens noch einen Punkt zu retten. Spielmacher Joachim Tügel holte nach beherztem Durchbruch zum Kreis 7 Sekunden vor Schluss einen 7m heraus. Doch es gab erneut ein tragisches Ende für den HSV, denn der im bisherigen Spiel sehr sicher auftretende und treffsichere Peter Rothgänger konnte nach vier Toren vom Punkt im Laufe des Spieles diesmal den Wismarer Torhüter leider nicht überwinden. So siegte Wismar mit 26:25.

 

Enttäuschte HSV Spieler machten ihrem Mitspieler keinerlei Vorwürfe, denn es wusste jeder, das alle vorher liegengelassenen sehr gut herausgespielte Chancen die Niederlage besiegelt hatten. Die Ahnung trog nicht, denn erneut setzte sich in letzter Sekunde ebenso wie gegen Plau der Gegner knapp durch. Die spielerisch starke, engagierte Leistung honorierten die Fans am Ende trotzdem mit viel Beifall.

 

Nun stehen die beiden Platzierungsspiele gegen einen noch nicht bekannten Gegner aus der Oststaffel an. Das Hagenower Heimspiel findet am 12.04.2015 um 17.00 Uhr statt.

 

Die Aufstellung: Struck, Braun – Hoffmann, J. Tügel (1), Brink (6), Dietze (3), Koch (3), Pätzold, Burmeister, Patzner (4), Rothgänger (5), R. Thiel, M. Thiel, Pötzsch (3), Trainer: H. Tügel, Betreuer: A. Tügel.

 

Alwin Tügel

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