News - November 2014


26.11.2014

Aufstiegsfavorit SV Mecklenburg Schwerin II schlägt den Hagenower SV mit 46:27

 

Der Hagenower SV empfing am 22.11.2014 die Drittligareserve des SV Mecklenburg Schwerin. Sie ist neben der SG Crivitz-Banzkow das ebenfalls noch ungeschlagene Team der Verbandsliga West. Die Gäste waren unter anderem mit Akteuren wie den ehemaligen Stammspieler und Torschützen vom Dienst der 1. Mannschaft Hannes Lembcke und dem bereits in der ersten eingesetzten Tobias Grämke angetreten. Die Favoritenstellung war klar.

 

Der HSV wollte vor allem mit flexibler Deckung und viel Einsatz das bekannte schnelle Angriffsspiel der Gäste unterbinden. In der Anfangsphase gelang das bis zum 3:4 (7. Minute). Der SVM erzielte die Tore aus dem Rückraum, während die Gastgeber die Angriffe ausspielten und die Chancen über Außen nutzten.

 

Doch irgendwie kam im Angriff Nervosität beim HSV auf, was drei Regelfehler und zwei Fehlwürfe belegen. Die Gäste nutzten dies zu schnelle Kontern um sich auf 10:4 abzusetzen. Das Heimteam steckte nicht auf, spielte die Angriffe lange aus bevor die Außen bzw. Kreisspieler freigespielt waren und erfolgreich abschlossen. Ein Lob gebührt dem Youngster Jan Dietze, erstmals als Rechtsaußen eingesetzt, der gegen den Verein in dem er selbst in der C- Jugend aktiv war, mit drei Toren von rechts erfolgreich war.

 

Nach 19 Minuten kam der HSV wieder auf 11:14 heran, was auch ein Verdienst von Christian Braun war. Dieser zeigte nach seiner Einwechslung gegen den diesmal nicht so starken Michael Struck einige tolle Paraden. Vor allem brachte er die Außen des SVM zur Verzweiflung. Die Gästetrainer nahmen daraufhin die Auszeit.

 

Bis zum 13:16 blieb der HSV in Reichweite. Leider landeten in der Schlussphase der 1.Halbzeit Bälle am Pfosten unter Bedrängnis (kein Pfiff der Schiris) sowie zwei individuelle Ballverluste ließen SVM auf 20:13 enteilen.

 

Mit Wiederanpfiff wollte der HSV mit besonnenen Angriffen an die Verkürzung des Abstandes gehen, doch Schwerins Keeper hielten bzw. ein erzieltes Tor wurde nicht gegeben. Die Gäste trafen im Gegenzug dreifach zur ersten 10-Tore Führung 23:13 (35. Minute). Bis zum 18:28 trafen beide Teams im Wechsel.

 

Die kommende Phase war auf Hagenower Seite von halbherzigen Abschlüssen sowie ein paar Fehler gekennzeichnet. Darauf warteten die konterstarken Schweriner nur, um jetzt ihre Konter in 1. und 2. Welle wie Nadelstiche erfolgreich zu setzen. Sie erzielten im Laufe des Spiels insgesamt 14 Kontertore, davon in Halbzeit eins nur zwei.

 

Der HSV wurde durch das ohnehin sehr schnelle Kombinationsspiel der Gäste in der Deckung stark belastet, was sich auf die Konzentration beim Abschluss negativ auswirkte. Der Favorit steuerte einem erneut deutlichen Sieg entgegen, der dann 46:27 entsprechend hoch ausfiel.

 

Aber immerhin erzielte der HSV seine 27 Treffer fast ausschließlich aus Positionsangriffen, sieht man mal von den zwei Kontern in der Schlussphase ab. Das Team spielte geduldig die Chancen für die Außen heraus und nutzte auch am Kreis die Lücken, die sich durch die offensive Deckung der Gäste ergaben. Insgesamt 17 Tore fielen auf diese Weise. Erst mit zunehmender Spieldauer traf der HSV auch aus dem Rückraum.

 

Mit der spielerischen Leistung bei 27 Treffern muss der Gastgeber nicht hadern. Leider war der Gastgeber, wie die vorherigen Gegner der Schweriner auch, dem Tempospiel des Favoriten nicht gewachsen. Hannes Lembcke stellte seine Fitness und Wurfgenauigkeit mit zehn Treffern aus Rückraum unter Beweis.

 

Die Fans hatten auf jeden Fall einen heißen Anwärter auf den Staffelsieg gesehen, der sich wesentlich stärker als die ebenfalls ungeschlagene Mannschaft der SG Crivitz-Banzkow präsentierte.

 

Die Aufstellung: Struck, Braun – Burmeister (1), J. Tügel (1), Brink (1), Pötzsch (6), Dietze (3), Koch (7), Glasemann (1), N. Tügel (1), Patzner (1), Rothgänger (1), R. Thiel (4), Pätzold, Trainer: H. Tügel, Betreuer: A. Tügel.

 

 

Alwin Tügel

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