News - November 2014


06.11.2014

SVZ, Donnerstag, 6. November 2014, Seite 18

Munteres Derby mit klarem Sieger

 

Handball-Verbandsliga West Männer: Hagenower SV feiert gegen TSG Wittenburg vor 160 Zuschauern verdienten 30:24-Erfolg

 

Das nach langer Durststrecke erste Derby in der Handball-Verbandsliga hielt atmosphärisch, was es versprach. Rund 160 Zuschauer sorgten in der Otto-Ibs-Halle beim 30:24-Sieg des Hagenower SV gegen die TSG Wittenburg für eine ansprechende Kulisse. Weil beide Teams ihre guten Phasen hatten, war es trotz des klaren Ergebnisses ein unterhaltsames Spiel. „Ich hatte den Eindruck, dass die Hagenower den Sieg auch einfach mehr gewollt haben“, zeigte sich TSG-Trainer Bernd Greskamp nach dem Schlusspfiff mit der Einstellung einiger Spieler nicht wirklich zufrieden. Hagenows Helwig Tügel freute sich dagegen über „eine sehr gut arbeitende Abwehr und einen Torwart, der uns gerade in engen Situationen im Spiel gehalten hat.“

 

Die bärenstarke Leistung von Michael Struck war ein Pfund, mit dem die Gastgeber wuchern konnten. Während der HSV-Keeper den gegnerischen Angreifern immer wieder den Zahn zog, bekam sein Gegenüber, Hannes Schmidt, zu selten eine Hand an den Ball. Nach ausgeglichenem Beginn setzten sich die Hagenower beim 6:3 (9.) erstmals leicht ab. Doch die gefällig kombinierenden TSGler glichen wieder aus (9:9/17.). Bis zum 12:12 ging es hin und her. Drei Struck-Paraden und Tore von Linksaußen Rico Thiel, Kreisläufer Mathias Thiel und Tim Koch verschafften den Hagenowern zur Pause eine Drei-Tore-Führung.

 

Die wurde dank des eindeutig besseren Starts in die zweite Halbzeit zu einem komfortablen 19:13 ausgebaut. Die mögliche Vorentscheidung vor Augen, verlor der HSV kurzzeitig aber seine spielerische Linie, ließ neben einigen Unachtsamkeiten auch zwei Siebenmeter aus. Die Gäste waren zur Stelle, sorgten mit fünf Treffern in Folge für eine wieder völlig offene Partie. Allerdings wollten sie in dieser Phase wohl zu viel und bissen sich mit wenig vorbereiteten Abschlüssen die Zähne an der aufmerksamen gegnerischen Deckung aus. Und da die Hagenower ihrerseits im Angriff jetzt sehr flexibel mit gleich fünf verschiedenen Torschützen agierten, war das Spiel beim Stand von 26:19 gelaufen. Zu Spät, um die Niederlage noch abzuwenden zu können, bewies der Wittenburger Rückraum die über weite Strecken vermisste Durchschlagskraft.

 

Thomas Willmann

 

Hagenower SV: Struck, Braun – Patzner (3), J. Tügel (4), Brink (2), Züllich (1), Pätzold, Burmeister, Trahms (4/2), Pötzsch (5/2), R. Thiel (4), M. Thiel (2), Rothgänger, Koch (5).

 

TSG Wittenburg: H. Schmidt, Hermann – Niemann (3/2), Starck, Koch, Banczyk (3), A. Hermann (1), L. Schmidt (1), Kögler (3), Neckel (5), Ba. Greskamp (2), Evers (1), Thüring (5), Baars.


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